Unterschriftenliste für ein Bürgerbegehren: Modernisierung und Erweiterung des Museums JA, aber ohne Bibelturm und Baumfällungen

 

Liebe  Mainzerinnen und Mainzer,

liebe Freundinnen und Freunde der Stadt,

 

ES IST SOWEIT!

DIE UNTERSCHRIFTENAKTION FÜR DAS BÜRGERBEGEHREN KANN BEGINNEN!

 

Jetzt sind wir auf Ihre Unterstützung und Hilfe angewiesen. Wir benötigen für das Bürgerbegehren mehr als 8.000 Stimmen.

Aus diesem Grund bitten wir Sie um Ihre Unterschrift und um die Unterschrift von weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern.

Es ist noch nicht zu spät. Der Stadtrat wird sich auf jeden Fall noch einmal mit dem Sachverhalt auseinander setzen.

Unterschreiben darf jede/jeder kommunalwahlberechtigte Bürgerin und Bürger (deutscher oder EU-Pass; mind. 18 Jahre; Hauptwohnsitz in der Stadt Mainz seit mindestens drei Monaten)

Hier können Sie das Unterschriften-Formular herunterladen. Bitte verwenden Sie ausschließlich diese Version des Formulars und erstellen Sie keine eigenen. Die Unterschriften müssen auf der selben Seite stehen auf der auch der Begründungstext steht. Falls Sie also mehr Unterschriften einholen können, bitte das Formular mehrfach ausdrucken und nur auf der ersten Seite unterschreiben (lassen).

Bitte senden Sie die ausgefüllten Formulare an die Adressaten – siehe Unterschriftenliste – zurück.

 

Formular Unterschriftenliste Bürgerbegehren

Wo man das unterschriebene Formular abgeben kann, steht hier.

Hier noch weitere Unterlagen, die helfen die Sachlage zu beschreiben und verständlich darzulegen. Bitte sammeln Sie auch in Ihrem Umfeld.

Wie ist Ihre Meinung – Klemmbrett Titelseite (PDF)

Stärken Schwächen Analyse – Bauabschnitte 1/2 (PDF)

Richtigstellung zur Erweiterung Gutenberg-Museum (PDF)

 

Hier nochmal der Wortlaut des Begehrens:

Bürgerbegehren
(gemäß §17a der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz)
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner beantragen, dass den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Mainz folgende Frage zum Bürgerentscheid gestellt wird:
„Sollen im Rahmen der Erweiterung des Gutenberg-Museums Mainz der Bau des sog. Bibelturms sowie alle Baumfällarbeiten auf dem Liebfrauenplatz als Teil des 1. Bauabschnitts entfallen?“

Begründung:

  • Mit dem geplanten 23 m hohen „Bibelturm“, der weithin sichtbar alle Gebäude in Domnähe und den Römischen Kaiser sogar um 6 m deutlich überragt, sowie den umfangreichen Baumfällarbeiten zerstört man unwiderruflich den gewachsenen Charakter des Liebfrauenplatzes im Herzen der Mainzer Altstadt. Wir sehen nicht, inwieweit mit dem Bibelturm der Denkmalschutz eingehalten wird. Der vor allem an Markttagen ohnehin knappe Platzbedarf wird darüber hinaus nochmals drastisch eingeschränkt.
  • Die nach derzeitiger Planung zusätzlichen Ausstellungsflächen in dem 8 – geschossigen Turm addieren sich im oberirdisch wahrnehmbaren Raumvolumen lediglich auf ca. 70 m². Der Turm beinhaltet hauptsächlich ein 23 m hohes Treppenhaus mit Aufzug und Fluren. Diese Verkehrs- und Erschließungsflächen summieren sich auf ca. 160 m² und belegen somit die Unverhältnismäßigkeit des Bauwerks.
  • Das verfügbare Budget von 5,1 Millionen Euro muss im Sinne der Bevölkerung und des Museums von der Stadtverwaltung verantwortungsvoll und nachhaltig in die Sanierung, Modernisierung und ggf. Erweiterung investiert werden. Die BI Gutenberg-Museum befürwortet daher ausdrücklich die Modernisierung und Erweiterung des Museums! Sie legt jedoch den Fokus auf Umbau, Modernisierung und Erweiterung der Bestandsgebäude. Reicht das sehr knappe Budget letztlich nicht für Erweiterungsbau plus Brandschutzmodernisierung, steht das Museum sogar vor der Schließung.
  • Die Stadt Mainz hätte unserer Ansicht nach ein solches Bauprojekt gar nicht ohne Stadtratsbeschluss initiieren dürfen. Warum versucht wurde und wird, dieses Vorhaben an einem so sensiblen und zentralen Ort der Stadt überwiegend nur in kleinen Ausschüssen durchzusetzen, kann man nur erahnen. Zumal schon nach den ersten Bekanntmachungen aus der Bevölkerung massive Kritik laut wurde. Wir halten den Diskurs innerhalb der Stadtverwaltung wie auch mit den Bürgerinnen und Bürgern für absolut mangelhaft.
  • Auch wenn die Stadt Mainz versucht, die Planungen als endgültig hinzustellen: Das Projekt befindet sich in der Vorplanung (Leistungsphase 2 nach HOAI). Wir Mainzerinnen und Mainzer haben also noch die Möglichkeit, dieses Vorhaben durch unsere Stimme zu stoppen und zu einer bürgernahen und nachhaltigen Planung bei der Erweiterung unseres Gutenberg-Museums zurückzukehren.

 


36 thoughts on “Unterschriftenliste für ein Bürgerbegehren: Modernisierung und Erweiterung des Museums JA, aber ohne Bibelturm und Baumfällungen

  1. Es genügt völlig, den Platz zwischen dem alten und neuen Museum bis zur Dachhöhe auszubauen. Dadurch wird kein zusätzlicher Raum/Platz benötigt und der Charakter des Liebfrauenplatzes wird nicht verändert bzw. beschädigt. Warum kommt man nicht auf solch eine Idee?

  2. Ich wohne in Bodenheim, bin aber sehr oft und gern in Mainz. Der Bau dieses Turms hat mich zutiefst schockiert. Dieses Monstrum ist indiskutabel vor allem vor dem Hintergrund, wieviel Nutzfläche tatsächlich entsteht. Da müssen sich wieder einmal Politiker profilieren und Millionen Steuergelder verschleudern, ohne Rücksichtnahme auf den Willen des Steuerzahlers, genauso wie es mit der Mainzelbahn gelaufen ist – keiner wollte sie, und nur weil sie vor 30 Jahren geplant wurde, mußte sie gegen alle Vernunft gebaut werden.
    Meine Frage: kann ich meine Stimme auch als Bodenheimerin abgeben, es liegt mir sehr viel daran. Und ich bin sicherlich nicht die Einzige „vom Land“.
    Mit freunlichen Grüßen
    Jutta Biermann

  3. Hallo,
    möchte / werde diese Aktion mit Herzblut unterstützen.
    Eine Frage habe ich nur..der Wohnsitz bezieht sich ausschließlichauf die Innenstadt oder dürfen Vororte dabei sein ?
    Wäre nett wenn sie mir kurz die Postleitzahl mitteilen könnten die relevant sind.
    Dankeschön

  4. Es wäre schön, wenn aus dem Formular, dieser Homepage oder aus der dazugehörigen Info hervorginge, BIS WANN die notwendigen Stimmen zusammen sein müssen.

  5. Die „Unumkehrbarkeit“ eines Stadtratsbeschlusses wurde am Beispiel des für die Stadt Mainz „überlebensnot-wendigen“ Kohlekraftwerks auf der Ingelheimer Aue gezeigt. Es wurde nicht gebaut. Frau Grosse und andere Damen und Herren brauchen dringend ein „Denkmal“ zur Erinnerung an ihre „segensreiche“ Tätigkeit zum Wohle der Bevölkerung. Die von der Stadt Mainz vor einger Zeit in der AZ dargestellten Grafik zeigte die Dürftigkeit (kaum Raumgewinn für den eigentlichen Zweck – dafür aber viel Treppenhaus und toten Raum) des sogenannten „Bibel-turms“ . Um dies zu kaschieren, wurde das Gutenberg-Museum stilistisch vereinfacht dargestellt.
    Frau Grosse, kehren Sie um ! Sie wurden nicht von der Bevölkerung in Ihr Amt gewählt, Sie sind dort allein durch die derzeitige Machtverteilung im Rathaus erneut auf Ihren Posten gekommen. Die „reich“lich verschuldete Stadt Mainz hat andere Sorgen, die vom Stadtrat und den Dezernenten täglich ver mehrt werden. DENK mal !!!

  6. Welch Anmaßung hier von „wir Mainzerinnen und Mainzer“ zu sprechen! Als Mainzer möchte ich mich bitte nicht vor den Karren einer BI spannen lassen, die wieder mal gegen alles Neue ist! Ich bin jedenfalls für das Projekt und finde den Gewinner dieses demokratisch durchgeführten Wettbewerbs für ein neues Gutenberg-Museum (mit Bibelturm!) sehr gelungen. Hoffentlich wird alles so schnell wie möglich umgesetzt, damit Touristen aus aller Welt sich nicht weiterhin mit dieser Peinlichkeit des alten Museumsbaus auseinander setzen müssen!

    1. Edith, Du hast recht, dass das alte Museum peinlich für Mainz ist, wenn die Touristenströme ankommen. Aber muss denn gleich einer der schönsten Plätze um den Dom herum geopfert werden? Gerade dieser Platz liefert den vielen Rhein-Touristen den ersten Eindruck unserer Stadt. Und wir haben anderes, womit wir „protzen“ können, als noch eine weitere „Modernisierung“!
      DENK-Mal nach !!!

  7. Den Schwachsinn einer Baumrodung am Gutenbergplatz hat man uns schon vor vielen Jahren als strategischen Vorteil verkaufen wollen. Was das gebracht hat sieht man heute.
    Nicht noch einmal……

  8. …das war doch wieder typisch für die Mainzer, von allen unschönen Möglichkeiten wurde die häßlichste Version ausgesucht! Alles in Mainz muß möglichst „schepp“ sein, dann wird´s gemacht…!

  9. Wäre gut, wenn ihr zwischendrin die Zahl der aktuell gesammelten Unterschriften der Mainzer Bürger hier bekannt gebt. Dann kann man selbst nochmal Gas geben und Unterschriften sammeln, um insgesamt mehr als 8.000 davon zusammenzubekommen

  10. Bislang ist das einer meiner Lieblingsplätze in Mainz. Dieses „Gebäude“ sieht für sich gesehen schon abstoßend aus und passt überhaupt nicht zum sonstigen Charme des Platzes… wie kommt man denn auf so eine Idee!?

  11. Richtige Initiative, die wir voll unterstützen (sammeln schon fleissig Unterschriften bei uns im Haus mit 23 Parteien). Unglaublich, was eine unheilige Allianz aus bestimmten Politikern, interessengeleiteten Unternehmern und offensichtlich durchgeknallten Architekten (wieder mal) an Stadtbildverschandelung betreibt – an der Öffentlichkeit vorbei. Es handelt sich bei dem Objekt nicht um einen „Bibelturm“, sondern um einen Bunker – und das sollte man in der Außenkommunikation auch deutlich so „framen“.

    An die Initiatoren folgender Hinweis: Ihr macht eine super Kampagne und setzt sie professionell auf. Kompliment! Wenn Ihr jetzt noch die Frist, bis zu der man die Listen abgegeben haben muss (Hinweise habt Ihr ja genug bekommen), GROß UND DEUTLICH OBEN IN DEN TEXT schreibt, wäre es fast rund 😉

  12. Es gibt soooo viel hässliches und angeblich schönes in unserer Stadt, es wird langsam unerträglich!!
    Überall findet man ewige Baustellen wo man glaubt es wird jetzt endlich mal was vernünftiges. Denkste !!
    Die Selbstherrlichkeit vieler Mainzer Politiker ist unerträglich,aber es geht weiter mit der Sturheit :
    Pfeif auf die ewigen Meckerer– WIR ziehen das jetzt durch–WIR machen das jetzt!!!! Die nächsten Wahlen werden viele von ihren warmen Plätzen verscheuchen !!! Packen wir es an !!!

  13. Ich habe letzte Woche bei den „Kräuterhexen aus Siefersheim“ an einem herrlichen Sommerabend im Hof des Gutenbergmuseums gesessen und mir noch einmal bewusstgemacht, wie herrlich die großen Platanen diesen Platz prägen. Mein Gast aus NRW war begeistert von den Blumenbeeten. Und das soll alles einem „schiefen Turm“ geopfert werden??? Nein!!!

  14. Wie grauenhaft, bitte laßt den Liebfrauenplatz so wie er ist.
    Er ist eine grüne Lunge der Stadt Mainz und lädt, Mainzer/innen und Touristen/innen zum verweilen ein.

    „Zu fällen einen schönen Baum braucht´s eine 1/4 Stunde kaum.
    Zu wachsen bis man ihn bewundert, braucht er, bedankt es, ein Jahrhundert!“
    Zitat: Eugen Roth

    Eine Erweiterung ja, aber nicht unter den Bedingungen!

  15. Wie sehr muß man Mainz hassen, wenn man willentlich eine derartige, noch dazu überflüssige Scheußlichkeit wie den sogenannten Bibelturm an dieser exponierten Stelle errichten zumüssen meint. Der gesamte Platz wird verschandelt, das Museumsgebäude durch das im Industriestil entworfene, maßstabslose Gebäude mitsamt dem einem Feuerwhrschlauchtrocknungturm nachempfundenen Gebilde aus dem Ambiente des Platzes nachhaltig gelöscht. Hier kann man nur tiefe Trauer empfinden.

  16. Es ist eine Unverschämtheit der Stadtverwaltung den Mainzer Bürgern solch einen geschmacklosen Klotz ohne jegliche Funktion („Blickfang“ oh ja!) auf einem der beliebtesten Plätze der Altstadt in Nachbarschaft des Doms zu setzen. Wie lange haben die Architekten eigentlich für den Entwurf benötigt – fünf Minuten? Oder waren es doch nur drei? Die Entwurfsbilder erinnern mich an den vor Jahren abgerissenen Luftschutzturm am ehemaligen Güterbahnhof. Der sah ähnlich aus und hatte im Innern im Wesentlichen auch nur ein Treppenhaus.

  17. Meine Tochter und ich haben heute das schwarze Band um einen Baum vor dem Gutenbergmuseum gesehen und haben uns gefragt, was es eigentlich bedeuten könnte. Jetzt kennen wir die Antwort und wir sind schockiert!

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