Startschuss – der Wahlkampf beginnt

Die Bürgerinitiative Gutenberg-Museum hat die von der Stadtverwaltung eingebrachte Fragestellung zum angestrebten Bürgerentscheid begrüßt. „Wenngleich nur noch die Stadt die Fäden für das Verfahren in der Hand hält, wurden wir vorab informiert und werden auch in der offiziellen Infokampagne mitberücksichtigt“, so BI-Sprecher Nino Haase. „Nun heißt es, diese Möglichkeiten zu nutzen und einen Wahlkampf zu betreiben, der unsere Position noch einmal verdeutlicht und den Bürgerinnen und Bürgern in Mainz eine klare Botschaft sendet: Wir sind nicht gegen die Modernisierung des Museums – wir sprechen uns nur gegen eine Planung aus, die maximal Flickwerk darstellt. Eine vernünftige Planung braucht keinen Turm! Der Bibelturm stellt in der Konzeption der Stadt eine Art Spendendose für die Finanzierung der eigentlichen Modernisierung des Hauptbaus dar: Hätte die Stadt bereits ein Finanzkonzept langfristig geplant und das Geld zusammen, würde sie vermutlich selbst auf den Bibelturm verzichten. Dieser wird die laufenden Kosten des Museums noch weiter
steigen lassen und das jährliche Defizit erhöhen. Wollen und können wir uns eine so teure und nicht umkehrbare Zwischenlösung mitten in der Stadt wirklich leisten?“

„Unmögliches“ ist plötzlich möglich

Zudem weist BI-Gründer Thomas Mann auf die Entwicklungen der letzten Monate hin und merkt an, dass einige unumstößliche Aussagen nun bereits aufgeweicht wurden: „Die Stadt stellte seit Planungsbeginn schon vieles als alternativlos dar: Eine Bürgerbeteiligung wurde als zu umständlich ausgeschlossen – nun haben wir einen Bürgerentscheid. Die Turmhöhe war unumstößlich – nun wurde diese abgesenkt. Das lässt natürlich die Aussagen der Stadt, dass ohne den Turm ein Weiterbetrieb des Museums ebenfalls unmöglich sei, in ein fragwürdiges Licht fallen. Wir halten den Einsatz des bisherigen Budgets allein für den Brandschutz und die Instandsetzung des Hauptbaus – so wie es ursprünglich im Haushalt vorgesehen war – immer noch für die einzig verantwortungsvolle Entscheidung hinsichtlich der Museumsentwicklung, aber auch im Hinblick auf die Kostenkontrolle. Sollte etwas übrigbleiben, kann man dies ja für eine Spendenkampagne zur  Hauptbauerweiterung nutzen.“

Wahlkampf braucht Wahlkämpfer

Im Rahmen des anstehenden Wahlkampfs, ruft die BI noch einmal alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich bei der Bürgerinitiative zu melden. Nino Haase dazu: „In den nächsten Monaten bleibt viel zu tun, um der Bevölkerung klarzumachen, was unsere Kritikpunkte sind und wo die großen Mängel in der aktuellen Konzeption liegen. Dazu brauchen wir möglichst viele helfende Hände. Denn eines ist klar: Das Wichtigste für einen erfolgreichen Bürgerentscheid wird eine hohe Wahlbeteiligung sein. Mainz hat nun am 15. April die Möglichkeit, dieses demokratische Instrument in unserer Stadt zu etablieren.“

„Vielleicht ist das auch ein Aufbruch zu einer verantwortungsvolleren Planung seitens der Stadt bei kommenden Großprojekten.“

Alle aktuellen Infos findet man auf  unserer Homepage www.bi-gutenberg-museum.de oder auch in der facebook-Gruppe „Bürgerinititative Gutenberg-Museum“.